+49 (0) 3 59 75 / 8 13 42 Am Hockstein 1 - 01848 Hohnstein

aktuelle Öffnungszeiten: Mo - Die: Ruhetag | Mi - So: ab 10 Uhr

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“

Die Geschichte der Hocksteinschänke

Willkommen in der Hocksteinschänke – einem Gasthaus, das Geschichte atmet. Mein Name ist Helen Reumann, ich leite die Hocksteinschänke in vierter Generation. Mit frisch zubereiteten Speisen – von traditionellen Gerichten bis leichter, moderner Küche – und gemütlichen Zimmern mit traumhaften Ausblick über das Elbsandsteingebirge wird ihr Aufenthalt in der Hocksteinschänke zu einem unvergesslichen Erlebnis. Seit mehr als 100 Jahren ist es meiner Familie eine Herzensangelegenheit, für das Wohl der Gäste unseres Hauses zu sorgen.

Die Hocksteinschänke, die Bergschänke am Wartenberg, liegt an der alten Wartenbergstraße, die bereits im 16. Jahrhundert erwähnt wurde und Hohnstein mit Pirna und Dresden verband. 1797 errichtete Carl Gottlob Russig das Gebäude der Bergschänke. 1827 erhielt sein Sohn von der königlich-sächsischen Landesregierung die „Konzession zur Betreibung des Bier- und Branntweinschankes“. Die Beherbergung Reisender über Nacht war ihm jedoch noch untersagt.

In der Zeit der Postkutschen wurde die Bergschänke eine wichtige Station auf dem Weg zwischen Hohnstein und Dresden. Die Bergfahrt hinauf nach Hohnstein war beschwerlich, so dass am Fuße des Wartenbergs stets zwei Pferde bereitstanden, die vorgespannt wurden und die Postkutschen bis hinauf zur Bergschänke zogen. Man kann sich gut vorstellen, dass danach die Einkehr in die Hocksteinschänke lockte, "da sich der Wanderer oder Fuhrmann angesichts der überstandenen Anstrengungen ausruhen oder der bevorstehenden sich nochmals stärken könne und dass der Ermattete Nachtlager erhalte". Ab 1878 konnte man in der Hocksteinschänke auch übernachten.

In den folgenden Jahren wechselte die Bergschänke am Hockstein des Öfteren den Besitzer. 1870 wird erstmals eine Kegelbahn erwähnt und wenige Jahre später „wurde die Größe der Gaststube auf 6,74 m x 2,30 m festgestellt und mitgeteilt, daß der Besitzer den Schank auch in dem vorhandenen Kegelschub und in einer im Garten des Grundstücks befindlichen Laube ausüben möchte.“ Vielleicht war dies die Geburtsstunde unseres heutigen idyllischen Biergartens. In dem Schreiben  wird noch hinzugefügt: „Die Gastwirtschaft wird viel von Spaziergängern aus der Umgebung als Erholungsort gewählt und im Sommer häufig von Schweizreisenden und von Sommerfrischlern besucht.“ Dies blieb auch so im Zeitalter des motorisierten Verkehrs: Mit dem Ausbau der Wartenbergstraße vom Polenztal zur Hocksteinschänke in den Jahren 1919 bis 1922 war ein weiterer Anstieg des Fremdenverkehrs verbunden. Die ehemalige Ausspanne Hocksteinschänke wurde nun auch gern für eine Reiseunterbrechung der motorisierten „Wanderer“ angenommen. 1907 war die Hocksteinschänke für 26.000 Mark vom bisherigen Wirtschaftsgehilfen Ernst Emil Winkler, meinem Urgroßvater, gekauft und danach umgebaut worden.

Schwierige Jahre folgten: der Erste Weltkrieg, die Weltwirtschaftskrise, 1933 dann die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Und dann lag unser Gasthaus plötzlich an einer Rennstrecke. Wie das kam? Die Burg Hohnstein wurde 1933/34 zum Konzentrationslager umgewandelt. Die Insassen, etwa 5.600 politische Gefangene, mussten als Zwangsarbeiter die alte Wartenbergstraße zum „Großdeutschland-Ring“ ausbauen – einem etwa zehn Kilometer langen Rundkurs, der 1939 eingeweiht wurde. Ein Rennen fand allerdings zur Einweihung wegen der Kriegsbedingungen nicht statt. Nur einmal noch nach Kriegsende, am 14. Oktober 1951, rasten auf einem Teil der Strecke Rennwagen entlang.

1964 kaufte Hermann Winkler von seinem Vater die Hocksteinschänke und führte den Betrieb bis 1979. Dann gab mein Großvater die Schänke in die Hände seiner Tochter Elisabeth.

Die traumhafte Umgebung, die bezaubernde Bergwelt der Sächsischen Schweiz, die Liebe zur Gastlichkeit und zur guten Küche trugen die Betreiber der Hocksteinschänke durch alle Zeiten und über alle Generationen hinweg. Meiner Mutter Elisabeth Schubert gelang es nach 1989, den Gasthausbetrieb unter neuen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu etablieren und zu einem mittelständigen Familienunternehmen auszubauen.

Seit 2016 darf nun ich, Helen Reumann, die Geschicke der Hocksteinschänke leiten. Als gelernte und erfahrene Köchin lege ich großen Wert auf Verbundenheit mit der Region – wie es schon mein Urgroßvater getan hat. Für uns heißt das, dass alle Gerichte, die Sie bei uns genießen können, mit viel Liebe aus regionalen Produkten frisch zubereitet sind – ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker. „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“ – dieses Motto begleitet und leitet unseren Familienbetrieb. Stolz blicken wir zurück auf eine lange Tradition und gespannt sehen wir einer Zukunft entgegen, in der wir jeden Tag ein Stückchen besser werden wollen – damit Sie als unsere Gäste es bei uns gut haben und Sie sich rundum wohlfühlen.

Genießen Sie Ihren Aufenthalt bei uns!
Ihre Helen Reumann

historische Aufnahmen

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